Google Ads hat bei kleinen Betrieben einen zweifelhaften Ruf, und dafür gibt es einen Grund: Die meisten Konten, die wir übernehmen, verbrennen Geld an Stellen, die niemand geprüft hat.
Das liegt fast nie am Budget. Es liegt an drei Einstellungen.
Wann sich Werbung überhaupt lohnt
Wenn Menschen aktiv nach dem suchen, was du anbietest. „Heizung Notdienst Northeim" ist eine Suche mit Absicht — wer das eingibt, hat ein Problem und sucht jemanden.
Wenn niemand danach sucht, weil dein Angebot erklärungsbedürftig ist, ist Suchwerbung das falsche Werkzeug. Dann brauchst du erst Inhalte, die das Problem beschreiben, bevor jemand nach der Lösung suchen kann.
Zweite Bedingung: Die Seite, auf der die Leute landen, muss funktionieren. Werbung auf eine langsame Seite ohne erkennbaren nächsten Schritt zu schalten, macht die Verschwendung nur schneller.
Die drei Einstellungen
1. Der Standort — und zwar richtig eingestellt. Google unterscheidet zwischen „Personen an diesem Ort" und „Personen, die Interesse an diesem Ort zeigen". Die zweite Einstellung ist oft die Vorgabe und sorgt dafür, dass deine Anzeige jemandem in Hamburg gezeigt wird, der irgendwann mal Göttingen gesucht hat. Für einen lokalen Betrieb ist fast immer die erste richtig.
2. Auszuschließende Suchbegriffe. Der wichtigste Hebel überhaupt. Ohne sie zahlst du für „Ausbildung", „Gehalt", „selber machen", „kostenlos", „Job". Diese Liste gehört in den ersten Wochen wöchentlich gepflegt, danach monatlich. Die tatsächlichen Suchbegriffe siehst du im Bericht — das ist die einzige Stelle, an der du erfährst, wofür du wirklich zahlst.
3. Keyword-Optionen. „Weitgehend passend" ist die Vorgabe und die teuerste Option. Für einen kleinen Etat sind „passende Wortgruppe" und „genau passend" der bessere Start.
Ohne Messung ist es Raten
Wenn du nicht weißt, welche Anzeige zu einer Anfrage geführt hat, kannst du nur am Klickpreis optimieren — und der sagt nichts über den Wert.
Conversion-Tracking heißt: Ein abgeschicktes Formular, ein Anruf über die Nummer auf der Seite, eine Terminbuchung werden gezählt und der Anzeige zugeordnet. Erst dann steht in der Auswertung, was eine Anfrage gekostet hat.
Seit Consent Mode v2 hängt das an der Einwilligung des Besuchers. Wie beides zusammenpasst, steht in Conversion-Tracking mit Consent Mode v2.
Ein realistischer Start
Ein Konto, zwei bis drei Kampagnen, ein überschaubarer Tagesetat, vier Wochen Laufzeit. Danach weißt du, was eine Anfrage kostet. Diese Zahl ist die Entscheidungsgrundlage — nicht das Bauchgefühl und nicht die Klickzahl.
Wenn nach vier Wochen klar ist, dass es sich nicht rechnet, ist das ein brauchbares Ergebnis. Es hat dann wenig gekostet und eine Frage beantwortet.