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Was auf eine Handwerker-Webseite gehört

Die sechs Dinge, die Kunden dort suchen, in der Reihenfolge, in der sie gesucht werden — und die drei, die fast jede Seite hat und niemand liest.

2 Min. Lesezeit Christopher Sakel

Inhalt
  1. Was gesucht wird, in dieser Reihenfolge
  2. Die drei Dinge, die niemand liest
  3. Der Teil, der Aufträge bringt
  4. Der Fehler, der am meisten kostet

Wer nach einem Handwerker sucht, ist selten neugierig. Er hat ein Problem und sucht jemanden, der es löst. Das ändert alles daran, was auf der Seite stehen sollte.

Was gesucht wird, in dieser Reihenfolge

1. Machst du das, was ich brauche? Nicht „Sanitär, Heizung, Klima", sondern die konkreten Arbeiten. Wer eine tropfende Leitung hat, sucht nicht nach „Sanitär", sondern nach dem Problem.

2. Kommst du zu mir? Der Ort, deutlich. Ein Einzugsgebiet, das benannt ist. „Bundesweit" ist bei einem Handwerksbetrieb eine Warnung, kein Vorteil.

3. Wie erreiche ich dich? Rufnummer, groß, klickbar, in Reichweite des Daumens. Ein großer Teil sucht am Handy und will anrufen, nicht schreiben.

4. Wann bist du erreichbar? Öffnungszeiten. Und wenn es einen Notdienst gibt, gehört der nach oben — wer ihn braucht, sucht nicht lange.

5. Kannst du das? Fotos von echten Arbeiten. Nicht die Stockfotos mit dem lächelnden Mann im blauen Overall. Die eigene Baustelle, das eigene Team, das eigene Fahrzeug. Das ist der stärkste Vertrauensbeweis, den eine Handwerkerseite haben kann, und er kostet nichts außer ein paar Aufnahmen mit dem Handy.

6. Wer bist du? Jetzt. Nicht vorher. Ein Bild vom Inhaber mit Namen wirkt mehr als jeder Absatz über Firmenphilosophie.

Die drei Dinge, die niemand liest

Die Firmengeschichte auf der Startseite. Gehört auf eine eigene Seite und interessiert erst, wenn die sechs Punkte oben beantwortet sind.

Der Bildwechsler mit fünf Motiven. Kostet Ladezeit, und Studien zeigen seit Jahren, dass über das erste Bild hinaus fast niemand etwas wahrnimmt.

Die Leistungsseite mit 40 Stichpunkten. Wer alles anbietet, ist für nichts der Erste. Lieber fünf Leistungen mit je einem Absatz, der zeigt, dass du weißt, wovon du redest.

Der Teil, der Aufträge bringt

Eine eigene Seite je Leistung, in der Sprache des Kunden. Nicht „Heizungsinstallation", sondern „Heizung wird nicht warm — was jetzt zu tun ist". Solche Seiten werden gefunden, weil Menschen genau so suchen, und sie zeigen Kompetenz, bevor jemand angerufen hat.

Dazu das Google-Unternehmensprofil, gepflegt und mit denselben Angaben. Für einen lokalen Betrieb ist es oft mehr wert als die Webseite selbst — warum, steht hier.

Der Fehler, der am meisten kostet

Kein erkennbarer nächster Schritt. Die Seite erzählt, was der Betrieb alles kann, und endet. Auf jede Seite gehört, was jetzt zu tun ist: anrufen, schreiben, Termin vereinbaren. Einmal, deutlich, immer dasselbe.

Christopher Sakel

Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung (IHK). Betreibt Sakel-IT in Uslar und schreibt hier über das, was in der Arbeit immer wieder vorkommt.

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