Die ehrliche Antwort ist unbequem für jemanden, der Webseiten baut: Für einen Teil der Betriebe reicht ein Baukasten völlig.
Wann ein Baukasten genügt
- Du brauchst eine Visitenkarte im Netz: wer du bist, was du machst, wie man dich erreicht.
- Kunden kommen über Empfehlung, nicht über Google.
- Du willst selbst Änderungen machen und hast keine Lust, jemanden dafür anzurufen.
- Das Budget ist klein und soll klein bleiben.
In diesem Fall ist ein Baukasten die richtige Wahl, und wir sagen das auch.
Wo die Grenzen liegen
Eigene Abläufe. Buchung mit Terminabfrage, Angebotserstellung, Kundenkonto, Anbindung an die Warenwirtschaft. Das geht in einem Baukasten nicht oder nur über Umwege, die brüchig sind.
Ladezeit. Baukästen laden viel Code für Funktionen, die deine Seite nicht nutzt. Das ist der Preis für die Bedienbarkeit im Editor.
Datenschutz. Viele Anbieter binden Analytics, Schriften und Skripte von fremden Servern ein, ohne dass du es abstellen kannst. Was das für den Cookie-Banner bedeutet, steht hier.
Der Umzug. Der wichtigste Punkt. Inhalte lassen sich meist exportieren, das Design nicht. Ein Wechsel bedeutet Neuaufbau.
Die Rechnung über zehn Jahre
| Baukasten | Eigene Seite | |
|---|---|---|
| Start | gering | höher |
| Laufend | 20–40 €/Monat, dauerhaft | Hosting und Domain |
| Eigene Abläufe | kaum | frei |
| Ladezeit | mittelmäßig | steuerbar |
| Fremde Skripte | vom Anbieter gesetzt | selbst entschieden |
| Beim Wechsel | Neuaufbau | Umzug |
| Wem gehört sie | Anbieter | dir |
Ein Baukasten in einem brauchbaren Tarif kostet 20 bis 40 Euro im Monat. Über zehn Jahre sind das 2.400 bis 4.800 Euro — für eine Seite, die dir nicht gehört und die du beim Wechsel neu bauen lässt.
Eine eigene Seite kostet einmal mehr und läuft danach mit Hosting und Domain für einen Bruchteil weiter. Ob sich das rechnet, hängt davon ab, wie lange die Seite stehen soll und ob sie Aufträge bringt.
Der Rechnung fehlt bewusst eine Zahl: Was eine Seite bringt, die zu dir passt und gefunden wird, lässt sich nicht seriös vorher beziffern. Wer das tut, verkauft.
Der Mittelweg
Es gibt ihn: eine eigene Seite mit einer einfachen Pflegemöglichkeit für Texte und Bilder. Du änderst die Öffnungszeiten selbst, wir kümmern uns um den Rest. Das ist bei den meisten unserer Projekte der Fall.
Was du in jedem Fall behalten solltest, unabhängig von der Entscheidung: die Domain auf deinen Namen. Warum, steht in Wem gehört deine Webseite eigentlich?