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Shop

Shopify für kleine Betriebe

Wann sich Shopify lohnt, wo die laufenden Kosten wirklich entstehen und was du beim Wechsel zu einem anderen System mitnehmen kannst.

2 Min. Lesezeit Christopher Sakel

Inhalt
  1. Wofür Shopify gut ist
  2. Wo es eng wird
  3. Der Punkt, den man vor dem Start klären sollte
  4. Wann etwas anderes besser passt

Wir sind Shopify Partner und bauen Shops darauf. Trotzdem ist Shopify nicht für jeden die richtige Antwort, und es ist fair, das vorher zu sagen.

Wofür Shopify gut ist

Verkaufen, ohne Technik zu betreiben. Zahlungsabwicklung, Steuersätze, Versandregeln, Sicherheitsupdates — das läuft, ohne dass du dich darum kümmerst. Bei einem selbst gehosteten Shop ist genau das der Teil, der Arbeit macht.

Skalierung. Ein Ansturm nach einem Zeitungsartikel legt den Shop nicht lahm.

Erweiterungen. Für fast jede Anforderung gibt es eine App. Das ist gleichzeitig die größte Kostenfalle, dazu gleich mehr.

Wo es eng wird

Sehr spezielle Abläufe. Konfiguratoren mit vielen Abhängigkeiten, Preisstaffeln je Kundengruppe, Anbindung an eine ältere Warenwirtschaft. Das geht, kostet aber deutlich mehr als der Standardfall.

Der Checkout. Er ist auf Shopifys Basistarifen nur eingeschränkt anpassbar. Für die meisten ist das kein Nachteil — der Standard-Checkout konvertiert gut. Für Betriebe mit besonderen Pflichtangaben kann es einer sein.

Die App-Kosten. Das ist der Punkt, den fast alle unterschätzen. Fünf Apps zu je 15 bis 40 Euro im Monat sind schnell beisammen, und sie laufen weiter, solange der Shop steht. Vor jeder App lohnt die Frage, ob sich dasselbe nicht im Theme lösen lässt.

Der Punkt, den man vor dem Start klären sollte

Was nimmst du mit, wenn du gehst?

Produkte, Kunden und Bestellungen lassen sich als CSV exportieren. Das ist die gute Nachricht. Was nicht mitkommt: das Theme (es ist in Shopifys Template-Sprache geschrieben), die App-Konfigurationen, und die Rabatt-Logik.

Praktisch heißt das: Ein Wechsel bedeutet Neuaufbau der Oberfläche, aber keinen Datenverlust. Wer das vorher weiß, trifft die Entscheidung bewusst.

Wann etwas anderes besser passt

  • Wenige Produkte, die eigentlich nur eine Anfrage auslösen sollen: dann reicht eine gute Seite mit Formular.
  • Reines B2B mit individuellen Preisen und Rechnungskauf: dann eher eine eigene Lösung.
  • Digitale Produkte mit Lizenzverwaltung: kommt auf den Fall an.

Im Erstgespräch sagen wir dir, wenn dein Vorhaben ohne Shop auskommt. Das ist kein Verzicht auf einen Auftrag, sondern die Voraussetzung dafür, dass du beim nächsten wiederkommst.

Christopher Sakel

Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung (IHK). Betreibt Sakel-IT in Uslar und schreibt hier über das, was in der Arbeit immer wieder vorkommt.

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